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10 typische Ängste vor der Auszeit – und wie Sie sie überwinden

Wer sich für ein Sabbatjahr und damit für eine Auszeit vom Job entscheidet, tut dies meist immer auch mit ein wenig Abenteuerlust. Den Alltag für mehrere Monate hinter sich lassen, Neues entdecken, die Welt bereisen, sich endlich einer großen Herausforderung stellen… Doch nach dem ersten Hoch kommt meist auch der erste Fall. Plötzlich machen sich Ängste breit. Was, wenn ich diesem Abenteuer nicht gewachsen bin? Was, wenn mein Job hinterher weg ist? Wie erkläre ich die Lücke im Lebenslauf? Und will ich wirklich in dieses fremde Land voller Gefahren reisen? In diesem Beitrag stellen wir Ihnen 10 typische Ängste vor, die eng mit einer Auszeit verbunden und völlig normal sind. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie sich ihnen stellen und sie überwinden.

  1. Die Angst vor dem Unbekannten

Man muss nicht nach Südostasien reisen, um während des Sabbatjahres seinen Horizont zu erweitern und etwas Neues (kennen-) zu lernen. Auch ein intensiver Sprachkurs, Segelunterricht oder ein Roadtrip quer durch Deutschland können schnell zu einer kleinen (oder auch großen) Herausforderung werden. Alles, was wir nicht kennen, ist erst einmal tendenziell gefährlich. Es liegt in der Natur des Menschen, misstrauisch zu sein. Denn nur so sind wir im Fall einer tatsächlichen Bedrohung in der Lage, schnell die Flucht zu ergreifen.

Das bedeutet aber natürlich keinesfalls, dass Sie vor allem, was neu ist und Ihnen während Ihres Sabbatjahrs begegnet, davonrennen sollen. Betrachten Sie die Herausforderungen, die auf Sie warten, lieber als Chance – um zu wachsen und stärker zu werden, um neues Wissen und neue Fähigkeiten zu erlangen oder einfach um mal etwas Neues zu erleben, wovon Sie hinterher berichten können.

  1. Die Angst vor dem Jobverlust

Diese Angst ist ein echter Klassiker. Viele, die sich für ein Sabbatjahr entscheiden, haben Angst, während der Auszeit oder unmittelbar danach gekündigt zu werden. Diese Sorge ist allerdings vollkommen unbegründet.

Wenn Sie mit Ihrem Chef die Rahmenbedingungen vom Sabbatjahr besprechen, sollten Sie unbedingt auch thematisieren, wie es nach der Auszeit weitergeht. Mitarbeiter, denen ein Sabbatjahr genehmigt wird, sind in der Regel überaus wertvoll für das Unternehmen und sollten auf keinen Fall vergrault beziehungsweise mutwillig rausgeschmissen werden. Wenn es Sie beruhigt, können Sie in Ihrem Vertrag zum Sabbatjahr auch einen Kündigungsschutz festhalten. Eine solche Vereinbarung gibt auch Ihrem Arbeitgeber die Gewissheit, dass Sie sich nach Ihrer Rückkehr keinen neuen Job suchen.

  1. Die Angst, nicht wieder in den beruflichen Alltag zu finden

Diese Angst ist schon etwas berechtigter. Tatsächlich fällt es vielen „Aussteigern“ nach dem Sabbatjahr schwer, wieder in den (beruflichen) Alltag zu finden. Wer X Monate lang die pure Freiheit genossen hat und tun und lassen konnte, was er wollte, wird häufig von der strengen Struktur am Arbeitsplatz erst einmal erschlagen.

Wenn Ihnen der Gedanke an den Job Kopfzerbrechen bereiten, sollten Sie sich überlegen, wie Sie sich schrittweise herantasten können. Vielleicht können Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Art Eingewöhnungsphase vereinbaren. Alternativ kann es auch hilfreich sein, wenn Sie am ersten Wochenende nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben einen zweitägigen Ausflug machen, um der „harten Realität“ nochmals zu entfliehen. Wichtig ist außerdem, dass Sie sich selbst Zeit geben, alle Erlebnisse zu verarbeiten. Gerade nach einer mehrmonatigen Weltreise dauert es oft eine Weile, bis Sie sich gedanklich sortiert haben und der Alltag wieder beginnen kann.

  1. Die Angst vor der Lücke im Lebenslauf

Falls Sie direkt nach dem Sabbatjahr einen Jobwechsel beabsichtigen, wird Sie mit großer Wahrscheinlichkeit die Angst vor einer Lücke im Lebenslauf beschleichen. Zu recht oder völlig unbegründet?

Kurz und knapp: Auch diese Angst kann ganz schnell relativiert werden. Denn ein Sabbatjahr reißt keine Lücke in Ihren Lebenslauf, sondern bereichert diesen sogar. Wer seine Auszeit sinnvoll nutzt, dabei seinen Erfahrungsschatz erweitert und beispielsweise seine Fremdsprachenkenntnisse verbessert, wird für potentielle Arbeitgeber noch viel interessanter. Oder anders formuliert: Ein Sabbatjahr verbessert Ihre Jobchancen sogar noch zusätzlich.

>> Wie kann ich das Sabbatjahr im Lebenslauf unterbringen

  1. Die Angst vor den Reaktionen

„Ein ganzes Jahr lang Pause? Na der muss es ja nötig haben!“„Was? Du machst ein Sabbatjahr? Dein Berufseinstieg liegt doch gerade einmal drei Jahre zurück.“

Eines sollte Ihnen von Anfang an bewusst sein: Ihr Umfeld wird um keine Reaktion verlegen sein, wenn Sie Ihren Sabbatjahr-Plan öffentlich machen. Keine Sorge, die meisten werden sich garantiert für Sie freuen und interessiert nachfragen. Es gibt allerdings auch immer diejenigen, die dem Vorhaben skeptisch gegenüber stehen und ihre Ansichten auch laut äußern. Wenn Sie Angst vor negativen Reaktionen haben, sollten Sie sich immer eines vor Augen führen: Die meisten der Schwarzmaler sind einfach nur neidisch. Und Neid ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung.

  1. Die Angst, die eigene Komfortzone zu verlassen

Jeder von uns lebt die meiste Zeit in seiner eigenen Komfortzone. Ein Sabbatjahr bedeutet jedoch in der Regel, diese zu verlassen und beispielsweise Gewohnheiten und bekannte Abläufe für eine Weile hinter sich zu lassen. Der Schritt raus aus der Komfortzone kann unter Umständen anstrengend sein und wird auf jeden Fall für einige Veränderungen sorgen. Es ist also verständlich, wenn Sie Angst davor haben.

Hier gilt jedoch das Gleiche wie bei den Ängsten vor dem Unbekannten. Betrachten Sie jede Neuerung als Möglichkeit, ein aufregendes Abenteuer zu erleben. Wenn Sie Ihr Leben nicht komplett umkrempeln wollen, kann es außerdem hilfreich sein, ein kleines Stückchen Ihrer Komfortzone mit in das Sabbatjahr zu übernehmen. Niemand wird von Ihnen verlangen, dass Sie alles hinter sich lassen und komplett neu anfangen. Es ist in Ordnung, bestimmte Gewohnheiten beizubehalten und sich mit Dingen und/oder Personen zu umgeben, die Ihnen vertraut sind.

  1. Die Angst vor zu viel Organisation und Planung

Flüge buchen, Reiseroute heraussuchen, Versicherungen abschließen, Visa beantragen – die Planung einer Weltreise wird vieles (und noch mehr) von Ihnen verlangen. Keine Frage, die Organisation von einem Sabbatjahr darf nicht unterschätzt werden. Doch sollten Sie auch auf keinen Fall Angst davor haben. Das A und O bei der Planung ist Zeit. Fangen Sie nicht erst unmittelbar vor der Auszeit mit dem Planen an, sondern geben Sie sich selbst den nötigen Vorlauf, um alles zu klären. Auf unserer Plattform finden Sie zahlreiche Tipps und Hinweise, die Ihnen bei der Organisation vom Sabbatjahr behilflich sind.

  1. Die Angst vor einem Kulturschock

Wer das Sabbatjahr nutzt, um in ferne Länder zu reisen (hierbei handelt es sich allerdings keinesfalls um ein Muss!), wird unter Umständen auch Angst vor einem Kulturschock haben. Falls Sie von Ihrer neuen Umgebung so überfordert sind, dass Sie in eine Art Schockstarre verfallen, sollten Sie sich erst einmal zurückziehen – beispielsweise in Ihr Hotel oder in ein westliches Restaurant.

Ist der erste Schock überwunden, sollten Sie sich auf jeden Fall auf die neue Situation einlassen und versuchen, das Land und seine Bewohner besser kennenzulernen. Wie das funktioniert, verraten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag. Wichtig zu wissen ist: Je intensiver man sich mit der neuen Kultur befasst, desto mehr rückt die Angst davor in den Hintergrund.

  1. Die Angst vor Kriminalität

Andere Länder, andere Sitten. Kaum etwas sorgt für so viel Angst wie die befürchtete Kriminalität in fremden Ländern. Natürlich ist es immer besser, vorsichtig zu sein und verschiedenen Szenerien mit einer gesunden Portion Misstrauen zu begegnen, doch sollte Ihr Sabbatjahr auf gar keinen Fall von der Angst, ausgeraubt oder verschleppt zu werden, beeinträchtigt werden.

Um besser mit der Angst vor Kriminalität umzugehen, empfiehlt es sich, beispielsweise die Reisehinweise vom auswärtigen Amt zu lesen und sich auch anderswo zu informieren. Wenn Sie die Maschen der (Klein-)Kriminellen kennen (oder zumindest schon einmal etwas darüber gelesen haben), wird es Ihnen viel leichter fallen, diesen aus dem Weg zu gehen.

  1. Die Angst vor Desillusionierung

Monatelange Vorbereitung, grenzenlose Vorfreude, begeisterte Freunde, unterstützende Familienmitglieder – doch was, wenn das Sabbatjahr gar nicht so toll wird, wie erwartet? Was, wenn die Länder, in die man reist, enttäuschend sind? Die komplette Planung über den Haufen geworfen werden muss? Oder das Wetter einfach nur schlecht ist? Die Angst vor Desillusionierung und Enttäuschung kann ziemlich an den Nerven zerren – und die Vorfreude ruinieren.

Her gilt: Bloß nicht verrückt machen lassen! Es kommt wie es kommt – erst recht, wenn Sie keinen Einfluss auf etwas haben. Bleiben Sie gespannt und denken Sie immer daran, dass Ihr Sabbatjahr auf jeden Fall eine aufregende und unvergessliche Zeit werden wird.

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