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Sabbatical im Lebenslauf

Sabbatical im Lebenslauf

Wie verkaufe ich ein Sabbatical gut im Lebenslauf?

Sie haben an einem Sabbatjahr teilgenommen und wissen nicht, wie Sie die Auszeit am besten in Ihrem Lebenslauf unterbringen sollen? Sollten Sie gar keinen Bezug auf Ihr Sabbatjahr nehmen und es einfach unerwähnt lassen? Aber was würde ein neuer Arbeitgeber dann zur Lücke im Lebenslauf sagen? Welche Formulierungen bieten sich für ein Sabbatical im Lebenslauf an? Und wie sollten Sie auf Nachfragen zum Sabbatical im Vorstellungsgespräch reagieren?

Schreibtisch mit Laptop, Kaffee und Smartphone

Muss ich mein Sabbatical überhaupt im Lebenslauf nennen?

Hier sollte die Frage wohl eher lauten, warum Sie ein Sabbatical nicht in Ihrem Lebenslauf erwähnen sollten. Es gibt eigentlich keine Situation, in der Sie ein Sabbatical verheimlichen müssen. Es kommt immer darauf an, mit welchen Formulierungen Sie die Auszeit in Ihrem Lebenslauf unterbringen. Dazu aber gleich mehr.

Ist eine Lücke im Lebenslauf wirklich so schlimm?

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Arbeitnehmern eine regelrechte Angst vor einer möglichen Lücke im Lebenslauf breitgemacht. Eine solche Lücke fürchten zahlreiche Bewerber schon dann, wenn nicht alle Karrierestationen und Zeiträume optimal zu dem Job passen, auf den sie sich gerade bewerben. Durch die scheinbar perfekte Karriereplanung von Mitbewerbern machen sich gerade Young Professionals viel Druck, einen optimalen Lebenslauf vorweisen zu können.

Was viele Bewerber dabei nicht im Hinterkopf haben: in den allermeisten Fällen ist das gar nicht notwendig. Die wenigsten Karrierewege verlaufen komplett gradlinig. Tatsächlich wird sich manch Personaler bei einem zu perfekten Lebenslauf fragen, ob der Bewerber nicht einige Sachen geschönt oder verschwiegen hat.

Den perfekten Lebenslauf gibt es sowieso nicht.

Wichtig ist nur, dass Sie Ihren Lebenslauf optimal auf das Stellenangebot anpassen und dabei trotzdem bei der Wahrheit bleiben. Lücken im Lebenslauf sollten nur vermieden werden, wenn Sie zu bestimmten Zeiträumen in Ihrem Leben keinerlei Erklärung haben, was bei einem Sabbatical ja nicht der Fall ist. Größere Lücken müssen Sie meistens im Vorstellungsgespräch erläutern. Auf mögliche Fragen sollten Sie sich also vorher gut vorbereiten.

Als Faustregel kann man festhalten, dass Zeiträume ab drei Monate im Lebenslauf untergebracht werden. Es spielt für Unternehmen eine Rolle, wie Sie diese Zeit verbracht haben. Deshalb kommen Sie nicht drumherum, das Sabbatical in Ihrem Lebenslauf zu erwähnen.

Wie erkläre ich, warum ich ein Sabbatical gemacht habe?

Das Einzige, was hier wirklich wichtig ist: bleiben Sie ehrlich. Kein Personaler findet es klasse, wenn Sie ihr oder ihm eine unglaubwürdige Lügengeschichte auftischen. Und wie schon gesagt: Alle Gründe für ein Sabbatical können Sie im Lebenslauf und auch später im Vorstellungsgespräch sehr gut darstellen. Hierzu folgende Beispiele:

Sabbatical im Lebenslauf unterbringen – Beispiele

Zu den typischen Gründen für ein Sabbatical gehören:

  1. Zeit, um sich über die eigenen Karrierewünsche klar zu werden
  2. Zeit für eine längere Reise oder einen anderen Lebenstraum
  3. Die Pflege von Familienangehörigen

All diese Punkte lassen sich ohne Probleme im Lebenslauf darstellen und gut begründen.

Erklärungen für ein Sabbatjahr im Lebenslauf

  1. Zeit, um sich über die eigenen Karrierewünsche klar zu werden: „Selbstfindungsphase“ oder „Berufliche Neuorientierung“
  2. Zeit für eine längere Reise oder einen anderen Lebenstraum:
    „Weltreise“, „Bildungsreise mit Schwerpunkt auf…“ oder „Dreimonatige Reise nach…“
  3. Die Pflege von Familienangehörigen: „Pflege von Familienangehörigen“

Sie können bei der Darstellung Ihres Sabbaticals im Lebenslauf auch noch weiter ins Detail gehen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie sich Kompetenzen und Erfahrungen angeeignet haben, die auch für Ihre Karriere interessant sind. Nutzen Sie also die Möglichkeit und stellen Sie im Sabbatical erworbene Soft Skills, ein absolviertes Karrierecoaching, Praktika oder Sprachkenntnisse in den Vordergrund.

Hier finden Sie noch weitere Gründe für ein Sabbatjahr, die sich auch alle gut im Lebenslauf unterbringen lassen.

Was ist bei der Auszeit im Job zu beachten?

Die Planung eines Sabbaticals wird zunehmend einfacher, da immer mehr Arbeitnehmer eine berufliche Auszeit absolvieren und sich Arbeitgeber zunehmend darauf einstellen. Die Grundlage für ein erfolgreiches Sabbatical ist die richtige Planung. Dafür sollten Sie ausreichend Vorbereitungszeit einplanen.

Aus rechtlicher Sicht haben Sie einen Anspruch auf Teilzeitarbeit, nicht jedoch auf eine Auszeit vom Job (eine Ausnahme ist der Öffentliche Dienst). Informieren Sie sich daher über mögliche Regelungen Ihres Arbeitgebers bezüglich eines Sabbatjahres. Gerade bei kleineren Unternehmen müssen Sie hier vielleicht Pionierarbeit leisten.

Machen Sie es Ihrem Arbeitgeber möglichst einfach, auf Ihren Wunsch einzugehen. So könnten Sie beispielsweise vorschlagen, vor und nach Ihrer Auszeit mehr zu arbeiten, um einen Ausgleich zu schaffen.

Außerdem sollten Sie sich außerdem über die Regelungen der Sozial- und Krankenversicherungen bezüglich eines Sabbaticals informieren, damit Ihnen hier keine Nachteile entstehen.

Wenn Sie nach Ihrer Auszeit wieder in Ihre ursprüngliche Anstellung zurückkehren wollen, sollten Sie unbedingt entsprechende Regelungen treffen, zum Beispiel mit einem Rückkehranspruch. Das alles sollten Sie frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber besprechen, um für beide Seiten eine akzeptable Lösung zu finden.

An welcher Stelle im Lebenslauf bringe ich die berufliche Auszeit unter?

Bei einem tabellarischen Lebenslauf sollten ganz oben die relevantesten Punkte Ihres Werdegangs stehen. Dabei handelt es sich häufig um die Abschnitte „Beruflicher Werdegang“ oder „Studium und Ausbildung“. Ein Sabbatical passt hier meist nicht hinein.

Stattdessen erwähnen Sie Ihre berufliche Auszeit in einem der weiteren Abschnitte im Lebenslauf. Passt Ihr Sabbatical nirgendwo hinein, kann es auch als eigener Gliederungspunkt untergebracht werden. Dann wäre das Sabbatical allerdings an einem sehr prominenten Punkt in Ihrem Lebenslauf untergebracht.

Wenn Sie das Sabbatical als nützliche Rolle für Ihre weitere Karriereplanung darstellen lässt, sollten Sie es unter dem Abschnitt „Beruflicher Werdegang“ einordnen. Das kommt ganz darauf an, für welche Stelle Sie sich bewerben und welche entsprechenden Skills gefordert bzw. erwünscht sind.

Welche Art oder Form von Sabbatical kommt bei Arbeitgebern am besten an?

Arbeitgeber interessiert vor allem, ob Sie für einen Job geeignet sind und warum gerade Sie den Vorzug vor anderen Bewerbern erhalten sollten. Dabei kann Ihnen ein Sabbatical helfen. So können Sie vielleicht durch einen mehrmonatigen Aufenthalt und Freiwilligenarbeit in einem französischsprachigen Land die für einen Job notwendigen Französischkenntnisse nachweisen.

Vielleicht haben Sie in Ihrer beruflichen Auszeit auch ein größeres Projekt außerhalb Ihres normalen Karrierepfades umgesetzt, wodurch Sie für potenzielle Arbeitgeber ebenfalls interessant werden. Zweifellos führt beispielsweise eine Segeltour über den Atlantik oder die Durchquerung von Südamerika mit dem Fahrrad zu einer ganzen Reihe von Soft Skills, die auch in vielen Jobs wichtig sind.

Es kommt auch hier wieder darauf an, dass Sie die Vorzüge Ihres Sabbatjahres im Lebenslauf herausstellen.

Was sind die besten Gründe für ein Sabbatical?

Wie schon gesagt ist ein Sabbatical eine Möglichkeit, um neue Kompetenzen erwerben zu können. So haben Sie gegenüber anderen Bewerbern einen Vorteil und können Ihre Karriere pushen. Stellen Sie das direkt in Ihrem Lebenslauf, oder aber spätestens in Ihrem Bewerbungsschreiben, deutlich heraus.

Allerdings gibt es natürlich auch ganz andere Gründe für den Ausstieg aus dem Hamsterrad. Diese Gründe für ein Sabbatical finden Sie hier.

Das Sabbatical im Vorstellungsgespräch erklären

Auch im Vorstellungsgespräch sollten Sie ehrlich über die Gründe für Ihre Auszeit sprechen. Da Sie sich bereits vorher bei der Erstellung Ihrer schriftlichen Bewerbungsunterlagen Gedanken darüber gemacht haben, welche Vorteile Ihnen Ihr Sabbatjahr karrieretechnisch bringt, sind Sie auch auf das Vorstellungsgespräch gut vorbereitet. Ehrlichkeit ist auch hier wieder der entscheidende Faktor. Bleiben Sie stets bei der Wahrheit und scheuen Sie sich auch nicht davor, die Vorteile und Learnings aus Ihrer Auszeit genauer zu erläutern.

Fazit: Berufliche Auszeit im Lebenslauf

Ein Sabbatical im Lebenslauf unterzubringen ist in den allermeisten Fällen kein Problem. Es kommt nur darauf an, die richtigen Formulierungen zu nutzen. Bleiben Sie stets bei der Wahrheit und stellen Sie die Vorteile Ihrer Auszeit in den Mittelpunkt.

 

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