SABBATJAHR-RATGEBER

Burnout-Prävention | Auszeit bei Erschöpfung oder Ausgebrannt sein

Auszeit zur Burnout-Vorbeugung

Auszeit gegen Burnout

Burnout – ein in Mode gekommener “Erschöpfungszustand”

Im Idealfall wird eine berufliche Auszeit durch eine Sehnsucht nach etwas Unerreichtem oder Fernen ausgelöst, beispielsweise ist hier an persönliche Projekte, eine Fernreise oder ein bislang noch nicht weiterverfolgtes Hobby zu denken. Auf der anderen Seite kann eine Auszeit vom Job aber auch körperlich bzw. seelisch angezeigt sein, nämlich immer dann, wenn der eigene “Akku” soweit aufgebraucht ist, dass an eine langfristige Fortführung seiner beruflichen Tätigkeit ohne Leistungseinbußen nicht zu denken ist bzw. sogar gesundheitliche Befunde eine Auszeit erfordern. Spätestens dann fällt häufig der Begriff “Burnout” häufig als Begründung für ein Sabbatjahr; genügend Beispiele hierfür lassen sich bei bekannten Sportlern, Sängern oder auch Schauspielern aktuell leider reichlich finden. Der meist inflationär benutzte Begriff “Burnout” bedeutet dabei „ausgebrannt“ und das Burnout-Syndrom ist inzwischen eine Zivilisationskrankheit, von der Menschen ganz unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen sozialen Status sowie Berufe betroffen sind. Es umschreibt einen Zustand starker emotionaler Erschöpfung, was dazu führt, dass der Betroffene nicht mehr so leistungsfähig ist wie zuvor. Ein Burnout kommt nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickelt sich über Monate oder Jahre. Typischerweise machen von Burnout Betroffene bestimmte Entwicklungsphasen durch: Beginnend mit hohem Leistungsdruck und hoher Leistungsfähigkeit, über frustrierende Erlebnisse, Desillusionierung, Apathie, psychosomatischen Krankheiten, hin zu Aggressionen und höherer Suchtgefährdung. Burnout ist nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als besonderes Problem der Bewältigung beziehungsweise Nicht-Bewältigung des Alltags. Um dem Burnout-Syndrom vorzubeugen, muss man es zunächst erkennen und kann es dann behandeln. Viel wichtiger ist aber die Vorbeugung.

Burnout und wie es einen befällt

Burnout ist ein Zustand zunehmender geistiger, körperlicher und emotionaler Erschöpfung, ausgelöst durch beruflichen Stress. Wenn Sie also diese Symptome beziehungsweise Gefühle haben, sollten Sie handeln, ehe das Syndrom mit der Zeit immer schlimmer wird. Als Ursache wird häufig ein Missverhältnis zwischen Anforderungen und eigenen Ressourcen im Beruf gesehen. Betroffen sind oft Menschen in Führungspositionen, Manager, aber auch Lehrer, Menschen in Pflegeberufen, Forscher, Sportler und Politiker. In den vergangenen Jahren gab es einige Prominente in Deutschland, die ihr Burnout-Syndrom publik machten. Dadurch stieg die mediale Aufmerksamkeit dieses Themas, so dass sich heutzutage viel mehr Menschen damit beschäftigen. Das Krankheitsbild ist schwammig, weil es in einige andere Bilder wie Depressionen, Sucht etc. hineinspielt.

Krankheitsprävention – wie Sie dem Burnout-Syndrom vorbeugen können

Einer Krankheit vorzubeugen, die als solche nicht anerkannt ist, ist nicht einfach, aber man kann natürlich den Symptomen des Burnout sehr wohl und mit verschiedenen Maßnahmen vorbeugen. Dies geht natürlich besonders gut, wenn Sie sich dafür die notwendige Zeit nehmen, also beruflich kürzer oder – zumindest vorübergehend – ganz zurücktreten. Eine solche Auszeit, um einem Burnout vorzubeugen, nehmen immer mehr Menschen in Deutschland, auch Prominente, wie der Fußballtrainer Ralf Rangnik. Es gibt einige grundsätzliche Tipps und Verhaltensweisen, die helfen, ein Burnout zu verhindern beziehungsweise seine Ausprägung zu dämpfen. Dazu zählen eine gesundere Lebensweise mit möglichst weitem Verzicht auf Alkohol, Nikotin sowie anderer Drogen. Viel Bewegung, viele Ruhezeiten sowie sportliche Aktivitäten sind immer hilfreich. Zudem unterstützen Entspannungs,- Atem- und Meditationsübungen. Allerdings treffen alle diese Maßnahmen nicht unbedingt den Kern des Problems, nämlich den beruflichen Anforderungen und die dem gegenüberstehenden individuellen Fähigkeiten. Wenn dies auseinanderklafft, kann man zwar gut seine Lebensweise ändern, aber das Grundproblem bleibt. Es gibt zwei Möglichkeiten, das grundsätzliche Problem anzugehen: die externen, beruflichen Belastungen beziehungsweise Überlastungen müssen gedrosselt werden und/oder die individuellen Fähigkeiten und Belastungsgrenzen erhöht werden. Dabei geht es um die Verbesserung des Selbst-Managements und der Selbstregulierung, die in den psychologischen Bereich gehen. Es gibt inzwischen Fachkräfte, die sich speziell dem Burnout und seiner Prävention verschrieben haben. Im Grundsatz werden in solchen Therapien/Kursen etc. folgende Fragen versucht zu beantworten: Wer bin ich? Was will ich? Wie erreiche ich effizienter meine Ziele? Im Vordergrund steht dabei stets die Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit, um dem wachsenden beruflichen Druck standhalten zu können.

Wenn Sie vom Burnout-Syndrom betroffen sind oder glauben, davon betroffen zu sein, sollten Sie sich intensiv damit beschäftigen und sich professionelle Unterstützung holen, denn die „Krankheit“ ist nicht nur immer mehr ein Thema in Deutschland, es sind auch immer mehr Menschen davon betroffen, weil der Leistungsdruck in unserer modernen Arbeitswelt stetig gestiegen ist.

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