SABBATJAHR-RATGEBER

Rückkehr in den Job/Nach dem Sabbatjahr zurück an den Arbeitsplatz

Ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz

Rückkehr und Wiedereinstieg in den Beruf

Ein ganz wichtiger und wesentlicher Aspekt bei allen Planungen eines Sabbatjahres ist die spätere Rückkehr an den Arbeitsplatz beziehungsweise in den Beruf. Auch hier gilt: Beamte, Angestellte im Öffentlichen Dienst und Lehrer haben es einfacher, da für sie alles gesetzlich fixiert ist. Für alle anderen gilt: Man sollte sich auch über diesen Aspekt bereits im Vorfeld ausreichend Gedanken machen und die Rückkehr planen. Dabei gilt es, grundsätzlich zu entscheiden, ob man nach dem Sabbatical wieder an den alten Arbeitsplatz in gewohnter Umgebung und den vertrauten Aufgaben zurückkehren möchte, oder ob man gewisse Veränderungen anstrebt. Das könnte ein Arbeitsplatzwechsel innerhalb des Unternehmens sein, ein Wechsel des Arbeitgebers oder gar eine Alternative wie der Wechsel in die Selbständigkeit. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Aspekte der Rückkehr vom Sabbatical in das Berufsleben vor.

Während des Sabbatjahres

Für viele Menschen, die ein Sabbatjahr in Anspruch nehmen, kann es wichtig sein, auch während der Freistellungphase Kontakt zum Arbeitgeber zu halten. So bleibt man bezüglich wichtiger Entscheidungen im Unternehmen auf dem Laufenden, verliert auch den persönlichen Kontakt zum Betrieb und vor allem zu Kollegen nicht und kehrt nicht zurück mit dem schlechten Gefühl, gar nicht mehr zu wissen, was läuft. Man sollte sich auch während des Sabbaticals zumindest hin und wieder mit den Themen beschäftigen, die für die eigene Arbeit wichtig sind. Dazu gehören Informationen über Medien über die Branche, politische Entscheidungen, aber auch direkt den Betrieb betreffende Themen. Wenn es beispielsweise große Investitionen gab, einen neuen Chef, neue Kollegen, der Betrieb umgezogen ist oder ähnlich wichtige Dinge in die Zeit des Sabbtjahres fallen, ist es schlecht, wenn man davon nichts mitbekommt. Deshalb empfehlen Experten, auch während des Sabbatjahres, zumindest zu ausgewählten Personen aus dem beruflichen Umfeld Kontakt zu halten. Dies kann persönlich sein, aber auch auf dem Weg der Telekommunikation oder über das Internet.

Schwierig kann dies sein, wenn man auf längeren Reisen in fernen Ländern weilt, aber unmöglich ist es sicher nicht. Es kann natürlich auch Situationen und Bedingungen geben, wo es eher ratsam ist, ganz wenig oder gar keinen Kontakt zum Unternehmen zu halten. Zudem kann es ratsam sein, auch im Sabbatjahr für Notfälle oder ganz wichtige Entscheidungen für den Betrieb erreichbar zu sein.

Kurz vor der Rückkehr

Steht ein Arbeitnehmer kurz vor dem Ende des Sabbaticals, sollte er sich intensiv und geschickt auf die Rückkehr vorbereiten. Erleichtert wird dies, wenn er sich bereits während der Auszeit auf dem Laufenden gehalten hat. Nun aber, spätestens wenige Tage vor der Rückkehr in den Beruf, sollte man sich wieder intensiver mit seinem Job auseinandersetzen. Dies betrifft die persönliche Schiene ebenso wie die dienstliche.

Persönlich sollte man sich auf die Arbeitszeiten einstellen, also den gewohnten Rhythmus wieder einführen. Man sollte entspannt sein, im privaten Bereich Stress vermeiden und versuchen, körperlich und geistig so fit wie möglich in den Job zurückzukehren. Wer eine längere Reise unternommen hat, kann mit einer kleinen Feier gut das Erlebte aufarbeiten und genießen und zeitgleich wieder in den Alltag mit den gewohnten Personen im Umfeld zurückkehren.

Natürlich sollte man nicht in der Endphase des Sabbaticals versuchen, das nachzuholen, was man in den Monaten der Freistellung zuvor eventuell versäumt hat. Das wird nicht funktionieren. Man sollte sich psychologisch geschickt vorbereiten und sich zum Beispiel die Fragen stellen und beantworten, was gut am Sabbatical war, was sich insgesamt gebessert hat, welche positiven Erfahrungen man gesammelt hat und vor allem, warum man sich auf die Rückkehr ins Berufsleben freut. Das kann das Wiedersehen mit den Kollegen und Vorgesetzten sein, die Aussicht, wieder ein geregeltes Leben im Job zu führen und die Vorfreude, mit seiner Arbeitskraft wieder dem Unternehmen zur Verfügung zu stehen.

Die erste Zeit nach der Rückkehr

Gerade die ersten Tage nach der Rückkehr aus dem Sabbatical sind meist schwierig. Man muss sich erst wieder an viele Dinge wie die Arbeitszeiten, die Abläufe im Betrieb, die Kollegen, die Vorgesetzten und den Stress im Beruf gewöhnen. Mit der entsprechenden Vorbereitung fällt dies natürlich leichter. Man muss mit neuen Kollegen rechnen, mit neuen technischen Entwicklungen im Betrieb, mit anderen Abläufen etc. Das kann schwierig sein, es kann aber auch als sehr positiv bewertet werden, wenn man die Chancen sieht und sich auf alle Neuigkeiten im Job mit positiver Grundstimmung einlässt. Viele müssen sich zunächst wieder einarbeiten. Dabei können einem vertraute Kollegen am Arbeitsplatz gut helfen. Deren Kontakt ist in der ersten Phase nach der Rückkehr besonders wichtig. Manchen bereitet es auch Schwierigkeiten, zu erleben, wie man schnell man wieder im „gleichen Trott“ wie vor dem Sabbatjahr gelandet ist. Auch damit muss man umgehen können. Man sollte versuchen, sich möglichst schnell wieder an alles zu gewöhnen, dabei sollte man aber nicht allein agieren, sondern sich helfen lassen.

Das Private nach der Rückkehr

Auch im privaten Bereich ändert sich nach der Rückkehr aus dem Sabbatical ins Berufsleben eine Menge. Partner, Familie und Freunde müssen sich ebenfalls an die alte, neue Situation wieder gewöhnen. In dieser Zeit ist es sehr wichtig, mit Vertrauenspersonen engen Kontakt zu halten. Wer bereits im Vorfeld die Rückkehr gut organisiert hat, wird aber damit gut zurechtkommen. Genau wie im Beruf muss man auch im Privaten versuchen, möglichst schnell und reibungslos wieder den Alltag einzuführen, dem man während des Sabbatjahres möglicherwiese entflohen ist. Das betrifft auch und besonders die Rückkehr nach einer längeren Reise. Man sollte stets rechtzeitig zurückkehren, also nicht einen Tag vor dem ersten Tag im Job, sondern einige Tage oder Wochen vorher, um möglichst sanft und problemlos wieder einzutauchen.

Alternativen zum alten Job

Ein Sabbatjahr kann auch eine willkommene und gute Gelegenheit darstellen, sich beruflich neu zu orientieren. Manche Menschen möchten nach dem Sabbatjahr zwar im gleichen oder ähnlichen Umfeld arbeiten, aber bei einem anderen Arbeitgeber. Das muss natürlich mit dem bisherigen Arbeitgeber geklärt werden, ebenso die Frage, ob der Wechsel aus formellen und gesetzlichen Gründen reibungslos laufen kann.

Will man in dem Unternehmen bleiben, in dem man vorher tätig war, sollte im Vorfeld des Sabbaticals mit dem Arbeitgeber alles schriftlich fixiert werden. Strebt man einen Wechsel innerhalb des gleichen Unternehmens an, gilt das gleiche. Will man allerdings den Arbeitgeber wechseln, muss man sich damit rechtzeitig beschäftigen. Sind Kündigungsfristen einzuhalten? Wie kann der Übergang geregelt werden? Sind die finanziellen Aspekte geklärt? Eine weitere Möglichkeit ist ein Wechsel in die Selbständigkeit. Vielleicht hat man während des Sabbatjahres entdeckt, dass der Sprung in die Selbständigkeit genau das richtige ist. Dann muss man zunächst im alten Unternehmen alles regeln, um danach die ersten Schritte in das neue berufliche Leben zu regeln. Und das sind nicht wenige. So müssen Kurse besucht werden, Formalitäten geregelt werden und ein realistischer Businessplan erarbeitet werden, damit die Selbständigkeit auch gelingt. Bei allen genannten Alternativen ist es immer wichtig, den Sabbaticals als einen wichtigen Baustein in seinem persönlichen Lebenslauf zu integrieren.

>> Das Sabbatical im Lebenslauf integrieren

Für Berufstätige kann auch das sog. Jobbatical von Vorteil sein. Welche guten Gründe es für ein Jobbatical gibt, können Sie in unserem Blog nachlesen.

>> 10 Gründe für ein Jobbatical

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