SABBATJAHR-RATGEBER

Sabbatjahr & Gehalt

Sabbatjahr & Gehalt

Sabbatjahr & Gehaltfortzahlung

Einer der wichtigsten Aspekte im Zusammenhang mit einem Sabbatjahr ist die Finanzierung. Ohne sich damit ausreichend beschäftigt zu haben, sollte man auf keinen Fall ein Sabbatjahr beantragen und antreten. Denn wenn die Finanzierung wackelt oder gar kippt, kann das ganze Projekt nach hinten los gehen. Tatsächlich ist – bezüglich der finanziellen Seite – ein Sabbatjahr stets eine private Angelegenheit, die entsprechend geplant und abgesichert werden muss.

Die Finanzierung in den unterschiedlichen Modellen

Im Modell des unbezahlten Urlaubs ist die Sache am schwierigsten: Dann muss der Arbeitnehmer, der das Sabbatjahr antritt, egal ob drei Monate oder ein Jahr, komplett selbst für die Finanzierung sorgen. Dies ist natürlich mit der entsprechenden Vorbereitung und eisernem Einhalten aller dazu selbst auferlegten Regeln möglich, aber sicher schwierig. Denn es fehlt eine Konstante vom Arbeitgeber beziehungsweise dem Staat, die den meisten anderen Menschen in Deutschland zusteht.

In den beiden anderen Modellen – Vor- und Nacharbeit sowie Arbeitszeitkonto – ist es einfacher, weil hier vorab geregelt wird, wie die Finanzierung auch während der eigentlichen Auszeit läuft. Im Modell Vorarbeit/Nacharbeit arbeitet man Vollzeit, bezieht aber gekürztes Gehalt, das dann auch während der Auszeit weiter bezahlt wird. Beim Arbeitszeitkonto werden Zeit und Geld angespart und in einem Zeitguthaben gesammelt, welches später dann aufgebraucht wird. In dieser Variante bezieht man immer das gleiche Gehalt, muss sich also am wenigsten Gedanken über die Finanzierung der beruflichen Auszeit machen.

Üblich und gängig sind Kombinationen aus allen Modellen.

Finanzielle Verpflichtungen und das Sabbatjahr

Wer ein Sabbatjahr einlegen möchte, sollte sich den Zeitraum und den Zeitpunkt der eigentlichen Auszeit sehr gut überlegen. Denn je nach finanziellen Verpflichtungen ist es einfacher oder schwieriger, eine Auszeit auch tatsächlich realistisch finanziell stemmen zu können. Grundsätzlich ist ein Sabbatical ohne Kinder einfacher. Abgesehen davon, dass man mit schulpflichtigen Kindern beispielsweise keine längere Reise unternehmen kann, sind die Lebenshaltungskosten mit Kindern eben erheblich höher als ohne. Dazu kommt, dass man mit Kindern längst nicht mehr so flexibel ist wie ohne Kinder. Somit spricht – wenn man Kinder hat – einiges dafür, ein Sabbatical relativ früh in seiner beruflichen Laufbahn einzulegen (beispielsweise auch, um viel Zeit mit der Familie verbringen zu können) oder es gegen Ende der Laufbahn zu legen, wenn keine schulpflichtigen Kinder mehr zu betreuen sind.

Abgesehen davon, ob man Kinder hat oder nicht, muss jeder, der mit dem Gedanke spielt, eine berufliche Auszeit einzulegen, viele Dinge beachten, die die Finanzierung betreffen. Dies betrifft Kredite, beispielsweise für eigene Immobilien, aber auch Abzahlungen für Autos, Elektrogeräte und vieles mehr. Zudem muss man neben den laufenden Kosten des Lebensunterhaltes natürlich auch bedenken, dass eine Auszeit finanziert werden muss. Es entstehen möglicherweise zusätzlich Kosten, zum Beispiel durch eine längere Reise. Dazu muss man sich ein Polster anlegen, was auch für eine entsprechend langfristige Planung des Projektes Sabbatjahr spricht.

Um sich ein Polster anzulegen, kann man an vielen Stellen im Alltag einsparen. Man kann laufende Kosten minimieren, auf Urlaubsreisen verzichten, sich insgesamt weniger gönnen oder zusätzliche neue Finanzierungsmöglichkeiten erschließen.

Geld verdienen im Sabbatjahr

Ob und wie viel Geld man während des Sabbaticals nebenher verdienen darf, ist in Gesetzen und natürlich dem Vertrag mit dem Arbeitgeber geregelt. So muss man beispielsweise das Wettbewerbsverbot beachten, hat aber beispielsweise auf Reisen im Ausland auch die Möglichkeiten, zusätzliches Geld zu verdienen, ohne damit gegen irgendwelche Regeln zu verstoßen.

So kann man sich beispielsweise ehrenamtlich und/oder sozial engagieren, zum Beispiel in Form von Entwicklungshilfeprojekten oder Praktika. Das ist zwar üblicherweise unbezahlt, aber man kann Kosten für Kost und Logis sparen, die man dann anderweitig zur Verfügung hat. Zudem gibt es die Möglichkeit, während eines Sabbaticals Stipendien in Anspruch zu nehmen. Wer im Ausland „richtig“ arbeitet, muss sich dies erstens im Vorfeld entsprechend genehmigen lassen und zweitens bedenken, dass solche Einkünfte zu besteuern sind. Hier ist eine gründliche Recherche über die genauen Bedingungen sehr wichtig.

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