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Das Sabbatjahr zuhause verbringen und dennoch fernen Kulturen ganz nah sein

Es ist ein Trugschluss, dass ein Sabbatjahr immer im Ausland verbracht werden muss. Nicht wenige Menschen entschließen sich ganz bewusst gegen das Reisen in ferne Länder und verbringen ihre Auszeit in altbekannten Gefilden. Hier nutzen sie die Pause vom Job unter anderem, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder einen bestimmten Traum endlich zu realisieren. Wenn auch Sie Ihr Sabbatjahr in gewohnter Umgebung verbringen und dennoch hin und wieder Fernweh verspüren, haben wir hier ein paar tolle Tipps für Sie, um die Sehnsucht nach fremden Kulturen zu stillen.

Yoga: Mehr als nur eine Trendsportart

Yoga ist eine Aktivität, die in den vergangenen Jahren extrem an Popularität gewonnen hat. Wohin man auch schaut, überall sprießen Yoga-Zentren wie Pilze aus dem Boden. Und das ist auch gut so, denn Yoga ist so viel mehr als nur ein paar Übungen, die Verspannungen lösen. Es handelt sich hierbei genau genommen um philosophische Lehre, die aus Indien stammt. Im Yoga werden körperliche und geistige Übungen miteinander verbunden. Als Yoga in der westlichen Welt bekannt wurde, standen die körperlichen Übungen im Vordergrund und wurden schnell zur neuen Trendsportart ernannt. Inzwischen erlangt jedoch auch der geistige Aspekt der Philosophie immer mehr Bedeutung. Yoga ist nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, um seinen Körper zu aktivieren, Verspannungen abzubauen und Kalorien zu verbrennen, sondern auch ein Weg zu mehr innerem Frieden und emotionaler Ausgeglichenheit. Das Praktizieren dieser indischen Philosophie holt Ihnen ein wenig fernöstliche Lebensweise in die eigenen vier Wände.

Meditation: Sich wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem Meditieren, einer Praxis, die sich hervorragend mit Yoga kombinieren lässt. Es wird vermutet, dass auch die Meditation ihren Ursprung in Asien hat. Fakt ist allerdings, dass die Übungen in vielen Kulturen (auch in unserer christlichen) praktiziert wurden und werden.

Beim Meditieren geht es darum, sein Bewusstsein gezielt zu lenken und von allen Gedanken des Alltags zu lösen. Dieser Zustand kann natürlich nicht von jetzt auf gleich erreicht werden, sondern erfordert eine gewisse Übung. Wenn Sie jedoch am Ball bleiben und regelmäßig meditieren, werden Sie schon bald merken, was es mit Ihnen macht. Viele Menschen berichten, dass Sie durch Meditation wieder zu sich selbst finden, sich besser konzentrieren können oder plötzlich die Lösung eines Problems erkennen, das sie schon lange begleitet. Auf welche Weise sich eine Meditation auf Ihren Alltag auswirkt, kann nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Auf jeden Fall werden Ihnen die Übungen dabei behilflich sein, achtsamer mit sich selbst umzugehen.

Essen: Eine kulinarische Weltreise

Wer von zuhause aus ferne Kulturen kennenlernen will, kann das nicht nur auf der mentalen Ebene, sondern auch kulinarisch. Nicht nur die Liebe, sondern auch die Reiselust geht schließlich durch den Magen. Wie wäre es beispielsweise, wenn Sie sich einmal gezielt auf die Suche nach besonders ausgefallenen Restaurant in Ihrer Gegend machen. Nicht nur in Großstädten, sondern auch vielen kleineren gibt es inzwischen ein erstaunliches Angebot der kulinarischen Vielfalt, das entdeckt und ausprobiert werden will. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, indem Sie persönlich den Kochlöffel schwingen.

Tipp: Sie sind, wenn es um Essen geht, eher weniger experimentierfreudig? Oftmals hilft es schon, einfach mal ein paar neue Gewürze auszuprobieren oder auch mal ein exotisches Gemüse in das Lieblingsgericht zu integrieren. Sie müssen nicht schlagartig alle Gewohnheiten ablegen. Manchmal sind es die kleinen Veränderungen, die Großes bewirken und Ihrem Alltag frischen Wind verleihen.

Museen: Horizont erweitern und fremde Kulturen kennenlernen

Wann waren Sie zum letzten Mal in einem Museum? Viele Erwachsene können diese Frage gar nicht aus dem Stegreif beantworten und müssen erst einmal nachdenke. Zugegeben: Die meisten Museen genießen keinen aufregenden Ruf, sondern gelten eher als in die Jahre gekommen und (höflich formuliert) schnarchig.

Während uns im normalen Alltag meist einfach die Zeit fehlt, um dem Gegenbeweis zu erbringen, ist das Sabbatjahr eine hervorragende Gelegenheit. Museen sind spannende und vielfältige Orte, an denen es einiges zu entdecken gibt. Wenn Sie schon keine Weltreise machen, dann können Sie immerhin eine (eintägige) Wissensreise antreten und dadurch Ihren Horizont erweitern.

Lesen: Auf imaginärer Weltreise

Sie sind kein Museums-Mensch und werden auch nie einer sein? Dann greifen Sie vielleicht lieber zu einem guten Buch, um dem Alltag zu entfliehen. Das Sabbatjahr bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich mal wieder intensiv der Literatur mit all ihrem Facettenreichtum zu widmen. Wenn Sie die Auszeit nutzen wollen, um auch von zuhause aus viele Abenteuer zu erleben, dann empfehlen wir Ihnen, ganz bewusst Lektüre aus aller Welt zu verschlingen. Reisen Sie mit den Romanfiguren in die entlegensten Ecken dieses Planeten, lesen Sie aufregende Reiseberichte und träumen Sie sich auf literarische Weise in all die Länder, die Sie noch sehen wollen. Als Weltenbummel-Lektüre für Einsteiger empfehlen wir:

  • „Der Alchemist“ von Paulo Coelho
  • „Wo geht‘s denn hier zum Glück? Meine Reise durch die 13 glücklichsten Länder der Welt und was wir von ihnen lernen können“ von Maike van den Boom
  • „Eat Pray Love“ von Elizabeth Gilbert

Sich eine Buchverfilmung anzuschauen, ist übrigens keine echte Alternative, da der Inhalt der Geschichte bei weitem nicht so intensiv aufgenommen wird. Im Zweifelsfall sollte immer zum Buch gegriffen werden, um dem Alltag zu entfliehen.

Die Möglichkeiten, die Ihnen während eines Sabbatjahres zur Verfügung stehen, sind nahezu grenzenlos. Sie müssen die Chancen, die Ihnen geboten werden, nur ergreifen. Dann ist es auch ohne Weltreise möglich, fremde Kulturen kennenzulernen und den persönlichen Erfahrungsschatz zu erweitern.

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