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Passives Einkommen als (kleiner) Nebenverdienst während des Sabbatjahres

Für eine Weile aussteigen, dem beruflichen Alltag den Rücken kehren und einfach mal das tun, worauf man Lust hat. Klingt verlockend – wäre da nicht das Problem mit der Finanzierung. Häufig scheitert der Traum vom Sabbatjahr, weil nicht genügend Ersparnisse vorhanden sind, um die Zeit ohne Einkommen zu überbrücken. Wer nicht gerade im Lotto gewinnt, muss meist über Jahre hinweg einen Teil des Gehalts weglegen und Überstunden sowie Urlaubstage sammeln. Wenn Sie nicht so lange bis zur Auszeit warten möchten, ist es auch eine Möglichkeit, das Sabbatjahr (zumindest teilweise) über ein passives Einkommen zu finanzieren. Aber was genau ist das eigentlich?

Passives Einkommen – Was ist das?

Wer Geld verdienen will, muss arbeiten. Wer viel Geld verdienen will, muss viel arbeiten. Doch kann es wirklich sein, dass das Einkommen auch steigt, obwohl man dafür keinen Finger krumm macht? Nach dem Prinzip vom passiven Einkommen auf jeden Fall.

Das Modell löst sich vom altbekannten Grundprinzip der Arbeitseffizienz (arbeiten = Geld verdienen) und geht einen Schritt weiter. Das passive Einkommen ist ein Verdienst, der Ihre Haushaltskasse aufbessert, ohne, dass Sie aktiv arbeiten. Oder anders formuliert: Sie lassen ein etwas anderes (beispielsweise ein Produkt) für sich arbeiten.

Das Prinzip vom passiven Einkommen ist schon seit einer ganzen Weile bekannt. Klassische passive Einkommensquelle sind zum Beispiel Zinsen und Dividenden, Gewinne oder auch Mieten. Richtig erfolgreich und beliebt wurde es aber erst in den vergangenen Jahren. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Globalisierung nahmen die Möglichkeiten, passives Einkommen zu generieren, mehr und mehr zu. Heute sind es vor allem die digitalen Nomaden und andere Online-Unternehmer, die einen Teil ihrer Umsätze durch passives Einkommen generieren. Auch Sie können während Ihres Sabbatjahres von dem Modell profitieren.

Passives Einkommen – So funktioniert es

Natürlich fällt das Geld nicht einfach so vom Himmel. Jeder Mensch und jede Internetseite, der/die Ihnen das erzählen will („x-tausend Euro zusätzliches Einkommen, ohne einen Finger krumm zu machen“), lügt. Um langfristig von einem passiven Einkommen zu profitieren, müssen Sie zunächst einmal Arbeit investieren und ein konkretes (digitales) Produkt erschaffen. Zu den klassischen Möglichkeiten gehören:

  • Bücher / eBooks
  • Online-Kurse / Webinare
  • (Stock-) Fotos und Videos
  • Software / Apps

Zwei andere – jedoch bei weitem nicht so lukrative – Optionen, passives Einkommen zu generieren, sind das Schalten von Werbung (beispielsweise auf Ihrem persönlichen Blog) und das Setzen sogenannter Affiliate Links – zum Beispiel auf ein Amazon-Produkt. Diese bringen Ihnen pro abgeschlossenem Kauf eine kleine Provision ein.

Da sowohl Bannerwerbung als auch Affiliate Links keine gigantischen Umsätze mit sich bringen, wollen wir uns im Folgenden weiter auf die von Ihnen geschaffenen Produkte konzentrieren.

Angenommen, Sie entscheiden sich, ein eBook zu verfassen. Wenn das Produkt fertig für den Verkauf ist, gilt es im nächsten Schritt, eine automatisierte Vertriebsstruktur zu entwickeln. Das bedeutet: Das eBook verkauft sich (weitestgehend) von allein und Sie müssen den Prozess nicht permanent überwachen. Da es sich um ein digitales Produkt handelt, müssen Sie sich auch keine Gedanken über den Versand machen und können stattdessen (beispielsweise) durch die Welt reisen oder ein soziales Projekt unterstützen.

Um langfristig Gewinne zu erzielen, ist es unumgänglich, das Produkt (oder die Produkte) regelmäßig zu pflegen und zu aktualisieren. Informationsmedien im WWW müssen stets auf dem neuesten Stand sein und so ist es Ihre Aufgabe, aktuelle Entwicklungen und Neuerungen immer genau im Blick zu behalten. Das gilt vor allem im Fall von eBooks und Webinaren. Wer Software und Apps programmieren kann, wird mehr damit beschäftigt sein, eventuell auftretende Fehler zu beseitigen und regelmäßig Updates anzubieten. Am „pflegeleichtesten“ sind Fotos und Videos, die Sie über große Plattformen wie iStock oder Fotolia anbieten können.

Passives Einkommen generieren im Überblick

  • Schritt #1: Entwickeln Sie ein (digitales) Produkt
  • Schritt #2: Bringen Sie das Produkt zur Verkaufsreife
  • Schritt #3: Verkaufen Sie das Produkt automatisiert
  • Schritt #4: Pflegen und aktualisieren Sie das Produkt regelmäßig

Passives Einkommen – Was gilt es zu beachten?

Der wohl wichtigste Punkt im Zusammenhang mit dem passiven Einkommen wurde weiter oben bereits erwähnt: Geld verdienen ohne arbeiten funktioniert nicht. Auch wenn das Geld ab einem bestimmten Punkt „von allein“ auf‘s Konto wandert, ist im Vorfeld eine Menge Arbeit nötig. Viele sind überrascht, wie viel Aufwand und Mühe in einem Produkt wie einem eBook stecken und hätten im Vorfeld auf keinen Fall damit gerechnet. Damit es hinterher kein böses Erwachen gibt, sollten Sie sich von Anfang an bewusst darüber sein, dass ein passives Einkommen zunächst einmal aktiven Einsatz erfordert.

Wenn Sie damit Ihr Sabbatjahr finanzieren möchten, sollte außerdem kalkuliert werden, wie viel Zeit für die Erstellung des Produktes benötigt wird und über welche Kanäle Sie darauf aufmerksam machen wollen. Das Generieren von Traffic (beziehungsweise Käufen) ist ein Punkt, der von vielen gern unterschätzt wird. Das Internet ist voll von Online-Kursen, Ratgebern und eBooks und (um es direkt zu formulieren) niemand wartet darauf, dass Sie ein weiteres Produkt beisteuern. Der Markt der Online-Produkte ist inzwischen hart umkämpft. Wer sich hier gegen die Konkurrenz durchsetzen möchte, braucht vor allem drei Dinge:

  • Alleinstellungsmerkmal
  • Reichweite
  • Qualität

Um automatisierte Reichweite zu erhalten, helfen keine ausgefeilten Online Marketing-Strategien. Diese erfordern nämlich wieder aktiven Einsatz. Im Fall vom passiven Einkommen haben Sie zwei grundlegende Möglichkeiten (die sich nicht gegenseitig ausschließen):

  • Einkauf von Traffic
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Last but not least ist natürlich zu beachten, dass passives Einkommen ein eigenes (Klein-)Gewerbe beziehungsweise eine Freiberuflichkeit voraussetzt. Doch keine Panik, der Weg in die Selbstständigkeit bedeutet nicht automatisch, dass Sie ein großes Risiko eingehen. Wichtig ist, dass Sie die Einnahmen, die Sie durch das passive Einkommen generieren, versteuern und Rechnungen schreiben. Damit es nicht zu Missverständnissen oder unangenehmen Gesprächen kommt, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber gegenüber immer offen sein – und das passive Einkommen ansprechen. In den meisten Fällen ist die nebenberufliche Selbstständigkeit kein Problem – auch wenn Sie währenddessen Ihr Sabbatjahr genießen. Wichtig ist, dass die Aktivitäten vom Arbeitgeber abgesegnet und auch in Ihrem Sabbatjahr-Vertrag festgehalten werden. Auf diese Weise umgehen Sie Diskussionen und Konflikte mit dem Chef.

Übrigens: Wenn Sie Ihren Wohnsitz weiter in Deutschland haben und das Gewerbe auch hier gemeldet ist, können Sie Ihr passives Einkommen auch vom Ausland aus generieren. Die digitalen Nomaden machen vor, wie es geht und Lust darauf, sich auf Reisen ein zusätzliches „Taschengeld“ zu verdienen.

Fazit: Passives Einkommen als lukrative zusätzliche Geldquelle

Dass das passive Einkommen das Sabbatjahr komplett finanziert, ist eher unwahrscheinlich. Wer es jedoch geschickt anstellt und vor der Auszeit eine gute Vorarbeit leistet, kann sich durch eBooks, Affiliate Links, Online-Kurse und Co. durchaus etwas dazuverdienen und beispielsweise die Reisekasse aufbessern. Wichtig ist, dass Sie immer bedenken, dass sich das Geld nicht von allein verdient – auch wenn die Prozesse ab einem bestimmten Punkt automatisiert ablaufen. Außerdem dürfen Sie nie außer Acht lassen, dass die Einnahmen versteuert werden und Sie im Vorfeld mit Ihrem Arbeitgeber über die zusätzliche Geldquelle reden müssen.

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