SABBATJAHR-RATGEBER

Auszeit nehmen und Gutes tun | Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 23.01.2018

Auszeit nehmen und Gutes tun

Rheda-Wiedenbrück, den 23.01.2018: Im Sabbatjahr gönnen sich mehr und mehr Menschen eine Pause von Job und Alltagsleben. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese Zeit zu verbringen – Land und Leute kennenlernen, sich neue Fähigkeiten aneignen oder das eigene Leben aus einer anderen Perspektive betrachten. Viele entscheiden sich auch dafür, anderen Menschen zu helfen – im Social Sabbatical.

Sich dort engagieren, wo es am Dringendsten ist

Die „arbeitsfreie“ Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten zu füllen, ist der Beweggrund für die Menschen, die ihr Sabbatjahr mit sozialer Arbeit verbinden. Arbeitgeber stehen diesem Vorhaben meist sehr offen gegenüber, denn es fördert bei den Mitarbeitern die sozialen Kompetenzen, von denen schlussendlich auch das Unternehmen profitiert.

Vor allem im Ausland bietet sich die Möglichkeit eines Social Sabbatical an, bei dem man Erholung, die persönliche Weiterentwicklung und die Arbeit mit Hilfebedürftigen miteinander kombinieren kann. Wer sich auf diese Weise engagieren möchte und seine berufliche Auszeit sinnstiftend nutzen will, bringt besondere Fähigkeiten und einzigartiges Wissen mit, das vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern die Lebensumstände der Menschen deutlich verbessern kann. Gleichzeitig müssen Profession und soziales Engagement nicht unbedingt miteinander übereinstimmen: Wer möchte, kann auch in einen ihm bislang gänzlich unbekannten Bereich hineinschnuppern.

Überall dort, wo der Bedarf an tatkräftiger Hilfe besteht, sind die sozial engagierten „Aussteiger auf Zeit“ gerne gesehen. Bei einem längeren Auslandsaufenthalt kann man dabei seine sinnvolle Tätigkeit auch mit unvergesslichen Reiseerlebnissen verbinden, das Land mit all seinen Facetten kennenlernen und einzigartige Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Die beliebteste Variante ist dabei die sogenannte Freiwilligenarbeit, auch Volunteering genannt. Dabei arbeitet man unentgeltlich in nicht profitorientierten Sozialprojekten mit. Vor allem in den wenig entwickelten Ländern in Lateinamerika, Asien und Afrika werden solche freiwilligen Helfer dringend benötigt. Die Dauer der Tätigkeit kann zwischen drei und zwölf Monaten, manchmal auch länger, liegen.

Kinder betreuen, Kranke pflegen und Wissen vermitteln

Die Palette für soziales Engagement ist breit gefächert. Ein großes Gebiet ist beispielsweise die Kinderbetreuung in Schulen, Kindergärten, Waisen- und Gemeindehäusern. Typische Tätigkeiten sind dabei die Grundversorgung der Kinder sowie das gemeinsame Spielen, Basteln, Musizieren und Helfen bei den Hausaufgaben. Die Sozialarbeit gestaltet sich ganz ähnlich. Sie findet meist in Nachbarschaftszentren oder auf der Straße statt. Dabei geht es vor allem darum, alle Menschen in den Prozess einzubinden und eine stabile Gemeinschaft zu entwickeln.

Ein weiteres großes Feld des Social Sabbatical ist das Gesundheitswesen. Denn in großen Teilen der Welt liegt die medizinische Versorgung weit unter hiesigem Standard. Hier sind die Stellen für freiwillige Helfer häufig sehr praxisbezogen. Sie werden in Krankenhäusern, Arztpraxen, Geburtsstationen oder Behindertenheimen eingesetzt, um die Kranken zu pflegen, über Prävention aufzuklären, bei medizinischen Eingriffen zu assistieren oder Rehabilitationsmaßnahmen zu unterstützen.

Auch zum Unterrichten werden sozial engagierte Menschen sowohl in Schulen als auch zur Erwachsenenbildung benötigt. Vermittelt werden vor allem Lese-, Schreib- und Rechengrundlagen sowie nützliche Fähigkeiten für den Alltag – beispielsweise im Handwerk.

Die benötigten beruflichen Qualifikationen für ein Social Sabbatical hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Art des Projekts, dessen Umsetzung und der Träger. So werden beispielsweise im Gesundheitswesen in der Regel gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt. Grundsätzlich werden aber bei vielen sozialen Projekten keine Vorkenntnisse verlangt. Wichtig sind vor allem Interesse an den Menschen, Einfühlungsvermögen und der echte Wille zu helfen. Mehr über die „soziale Auszeit“ und wie diese am besten finanziert werden kann, findet sich hier: https://www.sabbatjahr.org/social-sabbatical.php.

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